Im Gemeindezentrum befindet sich die neue Heizzentrale, in welcher die Wärme für das Gemeindezentrum selbst sowie für die Kirche und das Pfarrhaus erzeugt wird.

Als Haupt-Wärmeerzeuger ist ein Holzhackschnitzelkessel der Fa. KWB Biomasseheizungen mit 150 kW Nennleistung installiert worden. Zur Deckung von Spitzenlasten wurde zusätzlich ein Ölkessel installiert. Durch diesen Ölkessel kann zusätzlich eine höhere Versorgungssicherheit gewährleistet werden.

Ausgehend vom Heizraum des neuen Gemeindezentrums wurde eine Fernwärmeleitung zur Wärmeversorgung von Kirche und Pfarrhaus verlegt. Die in diesen Gebäuden ankommende Fernwärme wird über Wärmetauscher an die beiden Gebäude abgegeben.
Der sanierungsbedürftige Ölkessel in der Kirche wurde demontiert. Die Fernwärme wird über einen standort-gefertigten Pufferspeicher unterhalb der Sakristei zwischen-gespeichert. Von dort erfolgt die Wärmeabgabe an die bestehende Kirchenheizung.

Die noch gut funktionsfähige Ölheizung im Pfarrhaus wurde in das Fernwärmekonzept eingebunden, und dient bei Fernwärmebetrieb als Regelungseinheit. Bei Bedarf kann die Heizung durch Betätigung eines Schalters in ihren ursprünglichen Betriebszustand zurückversetzt werden.

Der Wärmebedarf aller drei Gebäude beläuft sich auf ca. 250 MWh pro Jahr. Dies entspricht ca. einer Menge von 25.000 Litern Heizöl. An Stelle des Heizöls wird diese Wärmemenge mit Hilfe des  Holzhackschnitzelkessels durch ca. 330 Schüttkubikmeter Holzhackschnitzel erzeugt.

Durch die Erzeugung der Wärmemenge mit Holzhack-schnitzeln werden jährlich ca. 80 Tonnen an CO2 eingespart. Für die technische Lebensdauer einer Heizanlage von 15 Jahren ergibt sich somit eine CO2 Einsparung von 1.200 Tonnen!

Die Beratung der Bauherrschaft, Planung des gesamten Wärmeverbundes sowie die Ausführung aller Arbeiten erfolgte durch die Firma Zimmermann Heizung-Sanitär GmbH aus Höchenschwand, die auch den weiteren Betrieb der Anlage betreuen wird.